Rückblick Nachholspiele am Donnerstag.
Die Nachholspiele sorgen in jedem Fall für Bewegung in der Kreisliga Harburg. Der Donnerstagabend hatte es in sich: Im Aufstiegsrennen setzte der MTV Luhdorf-Roydorf ein echtes Ausrufezeichen und gewann das Spitzenspiel beim VfL Maschen dank zweier späzter Treffer mit 2:1. Trotz frühem Rückstand drehte Luhdorf die Partie und festigte damit Rang zwei, der zur Aufstiegsrelegation berechtigen würde. Für Maschen geht das Seuchenjahr 2026 somit weiter...
Im Tabellenkeller feierte der TSV Auetal mit dem 3:1 beim TuS Nenndorf einen weiteren wichtigen Auswärtssieg und verschafft sich entscheidene Luft im Abstiegskampf. Nenndorf bleibt dagegen tief im Keller hängen.
Auch TuS Fleestedt sammelte beim 3:2 gegen SG Salzhausen-Garlstorf Big Points und festigte danke Heitmann-Dreierpack seine Position im gesicherten Mittelfeld. Für Salzhausen bleibt die Lage prekär.
Ebenfalls jubelte der Buchholzer FC II über einen wichtigen und langsehnten 2:1-Heimsieg gegen Holvede-Halvesbostel. Damit verbessert sich der BFC II im Kampf um den Klassenerhalt und rückt bis auf vier Punkte an das rettende Ufer heran. Geht doch noch was für die Holzwegler?
Aufstiegskampf in der Kreisliga Harburg:
Die Saison biegt auf die Zielgerade ein – und sowohl oben als auch unten zeichnen sich nach den jüngsten Ergebnissen klare Tendenzen ab. An der Spitze führt kaum ein Weg am FC Este 2012 vorbei. Woche für Woche überzeugt der Tabellenführer mit Konstanz und Offensivpower, was deutliche Siege wie das 7:2 in Luhdorf oder das 8:2 gegen die SG SPA II eindrucksvoll belegen. Der FCE wirkt souverän, gefestigt – und bereit für die Rückkehr in den Bezirk. Der Vorsprung ist komfortabel, der Aufstieg zum Greifen nah.
Dahinter hat sich der MTV Luhdorf-Roydorf als erster Verfolger etabliert. Für einen Aufsteiger ist das eine bemerkenswerte Saison, auch wenn die Leistungen zuletzt schwankten. Niederlagen gegen Salzhausen-Garlstorf und Este standen wichtigen Reaktionen gegenüber – etwa dem starken 3:1 beim TV Welle. Luhdorf verteidigt damit verdient den Relegationsplatz und hat sich ein kleines Polster erarbeitet. Doch entschieden ist im Rennen um Rang zwei noch nichts: Mit dem VfL Maschen und dem TSVaus Winsen stehen zwei Teams bereit, die jederzeit eingreifen können. Die direkten Duelle stehen noch an – das erste bereits am Donnerstag in Maschen. Auch Winsen könnte im Mai im direkten Vergleich mit Luhdorf für ein echtes Endspiel sorgen. Allerdings fehlt es dem TSV an Konstanz, während Maschen 2026 völlig aus dem Tritt geraten ist: Nur ein Sieg aus sieben Spielen – das Duell gegen Luhdorf könnte zur letzten Chance werden.
Auch im Tabellenkeller spitzt sich die Lage zu. Während der Buchholzer FC II nach einem sieglosen Jahr 2026 kaum noch Hoffnung hat, deutet sich ein Dreikampf um die verbleibenden Abstiegsplätze an. Der TV Welle, die SG Salzhausen-Garlstorf und TuS Nenndorf kämpfen um den Klassenerhalt – punktgleich eng, aber mit ganz unterschiedlichen Vorzeichen.
Der TV Welle scheint durch die Rückkehr von Coach Stefan Haller an Stabilität gewonnen zu haben. Der wichtige Sieg gegen Nenndorf war ein Ausrufezeichen. Doch das Restprogramm hat es in sich: Vor allem Gegner aus dem oberen Tabellendrittel warten, Punkte werden schwer zu holen sein. Die neue Stabilität muss sich nun gerade gegen stärkere Teams beweisen.
Nenndorf dagegen hat auf dem Papier die bessere Ausgangslage. Abgesehen vom Spiel gegen Maschen warten vor allem direkte Duelle im Tabellenkeller – und damit die Chance, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sichern. Die bisherigen Leistungen waren durchwachsen, doch genau diese „Sechs-Punkte-Spiele“ könnten den Unterschied machen.
Eine besondere Rolle spielt die SG Salzhausen-Garlstorf. Zur Winterpause noch abgeschlagen, kämpfte sich das Team mit einer starken Serie eindrucksvoll zurück. Die Entwicklung zeigt das Potenzial der Mannschaft – und macht sie zu einem ernsthaften Faktor im Endspurt. Brisant: Am letzten Spieltag kommt es zum direkten Duell mit Nenndorf.
Etwas durchatmen können dagegen der TSV Auetal und der FC Rosengarten. Dank einer starken April-Ausbeute haben sie sich vorerst Luft verschafft und können den Blick bereits vorsichtig auf eine weitere Kreisligasaison richten.