„Es gibt Niederlagen, mit denen man absolut zufrieden sein kann – und heute war so eine. Gegen den haushohen Favoriten hat unsere Mannschaft über weite Strecken nicht nur tapfer dagegengehalten, sondern zeitweise in Form von Kontern auch Nadelstiche gesetzt. Gerade in den ersten Minuten, mit dem Lattentreffer von Joe Apel, hätte das Pendel auch in unsere Richtung ausschlagen können.
Umso bemerkenswerter ist die Leistung, wenn man bedenkt, dass unsere Abwehr so in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hat. Verletzungen und Sperren haben uns gezwungen, umzubauen – auf dem Platz war davon nichts zu sehen. Jeder hat für den anderen gekämpft, und das ist der schönste Beweis dafür, wie viel Teamgeist im Fußball wirklich wert ist.
Natürlich ist es ärgerlich, dass Elstorf mit dem ersten wirklich gefährlichen Angriff direkt die Führung erzielt hat. Aber wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und weiter unser Spiel durchgezogen. Dass ein Aufsteiger den großen Meisterschaftsfavoriten zeitweise regelrecht ins Grübeln bringt, darf man mit einem Schmunzeln festhalten. Denn: Die Sterne vom Himmel gespielt hat der Tabellenführer sicher nicht.
Am Ende hat uns in der zweiten Halbzeit schlicht die Luft gefehlt – nachvollziehbar nach dieser intensiven Defensivarbeit. Wer weiß, was drin gewesen wäre, wenn wir über 90 Minuten bei 100 Prozent hätten agieren können. Fest steht: Wir haben gegen ein Top-Team ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und gezeigt, dass wir in dieser Liga nicht nur mithalten, sondern auch überraschen können.
Ein Kompliment geht auch an das Schiedsrichter-Team: souverän, unaufgeregt und jederzeit Herr der Lage – so wünscht man sich das. Alles in allem bleibt die Erkenntnis: Wenn wir mit dieser Leidenschaft weitermachen, werden wir noch viel Freude an dieser Mannschaft haben.“